Größere Würfe mit Fischöl

Mit Garant-Zuchtsauenfutter lassen sich die Ferkelzahlen optimieren. Fischöl zeigt positive Effekte bei Sauen und Ferkeln.

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Ferkel vor Futternapf ©  DaydreamsGirl/[iStock/Getty Images Plus]/Getty Images
Omega-3-Fettsäuren sind in der menschlichen Ernährung schon lange ein Thema. Sie senken den Cholesterinspiegel, beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation von Entzündungsreaktionen. Der Zusatz von Omega-3-Fettsäuren gilt als vielversprechende Möglichkeit zur Verbesserung der Fruchtbarkeit, embryonalen Entwicklung, Aufzuchtleistung und des Immunsystems.

Fischöl als Fischmehlersatz

Fischmehl ist schon sehr lange als wertvolle Komponente in der Sauen- und Ferkelfütterung bekannt. Fischmehl enthält zwischen 6 und 12 % Fischöl. Das aus fettreichen Fischen gewonnene Fischöl zeichnet sich durch einen hohen Anteil an wertvollen Omega-3-Fettsäuren aus. Außerdem enthält auch Fischöl die fischmehl-typischen Geschmacks- und Aromastoffe. Diese fördern den Appetit und verbessern die Futteraufnahme der Schweine.

Eigenschaften von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Von diesen erfüllen die Linolsäure, die Eicosapentoensäure (EPA) und die Docasahaxaensäure (DHA) wichtige Aufgaben im Stoffwechsel. Linolsäure ist in pflanzlichen Fetten, besonders im Leinöl, enthalten. EPA und DHA sind in Fischöl und anderen Meerestieren zu finden, nicht aber in Pflanzenfetten. In typischen Futtermischungen für Schweine auf Basis von Getreide und Sojaschrot sind überwiegend Omega-6-Fettsäuren enthalten, Omega-3-Fettsäuren fehlen fast vollständig.

Bedeutung für die Fruchtbarkeit

Omega-3-Fettsäuren hemmen in der Gebärmutter die Bildung von Prostaglandinen und fördern dadurch die Einnistung und Überlebensrate von Embryonen in der frühen Trächtigkeit. Omega-3-Fettsäuren (insbesondere DHA) haben ferner einen signifikanten Einfluss auf die Hirnentwicklung und das Verhalten der Ferkel nach der Geburt. Studien belegen, dass Ferkel von Sauen, die in der Trächtigkeit mit Fischöl gefüttert wurden, direkt nach der Geburt aktiver saugen, was zu geringeren Verlusten und einem besseren Wachstum in der gesamten Säugeperiode führt. Untersuchungen an Universitäten und Feldversuche belegen, dass mit Fischöl gefütterte Sauen im Durchschnitt pro Wurf um 0,3 bis 0,5 Ferkel mehr gebären und absetzen. Bei 2,3 Würfen pro Jahr wird also ein Ferkel mehr pro Sau und Jahr abgesetzt.
Auch bei Ebern wurden positive Effekte von Fischöl nachgewiesen. Die Phospholipide von Spermien haben ein charakteristisches Fettsäuremuster, deren vorherrschende Fettsäure die DHA ist. Durch den Einsatz von Fischöl kann die Spermiendichte und deren Aktivität verbessert und der Anteil abnormer Spermien verringert werden.

Bedeutung für das Immunsystem

Ungesättigte Fettsäuren sind Bausteine für Gewebshormone (Prostaglandine und Leukotriene), die auf den Ablauf von Entzündungen einwirken. Während die aus den Omega-6-Fettsäuren gebildeten Hormone Entzündungen eher fördern, wirken Gewebshormone, die aus Omega-3-Fettsäuren produziert werden, entzündungshemmend. Studien mit Absetzferkeln zeigen, dass durch die Zugabe von Fischöl zum Futter die Ferkel gesünder sind und höhere Leistungen erbringen.

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Autor:
DI Eduard Schneeberger, Produktmanager